Bemerkenswert

Cachen lernen – die Idee zum Blog

Ja, noch ein Blog über das Geocachen. Die Idee hierbei ist, unsere Fortschritte zu dokumentieren und so Schritt für Schritt die wichtigsten Begriffe – auch im Rückblick – zu klären. Wir sind zwar noch neu in diesem Spiel, aber wenn man erst einmal ein paar Jahre dabei ist, hat man oft die Anfangsschwierigkeiten und Fragen, die einen damals plagten, längst vergessen. Dies soll also quasi eine mitwachsende Anleitung werden.

Am besten liest man die Beiträge beginnend beim ältesten bis zum jüngsten:

„Benötigt Wartung“ / „needs Maintenance“ – wirklich?

Ein gern gemachter Anfängerfehler ist der zu sorglose Umgang mit dem Log-Typ „Benötigt Wartung“ bzw. „Needs Maintenance“, abgekürzt „NM“. Als Anfänger hat man in der Regel noch keine Caches versteckt und weiß deshalb nicht, was Logs dieser Art verursachen können.

Was passiert denn nach einem „NM“-Log? Zuerst einmal erscheint ein rotes Symbol mit einem Kreuz im Cache-Listing. Zudem rutscht der Cache über einen Algorithmus in die Beobachtung eines zuständigen Reviewers – das sind, sehr grob ausgedrückt, freiwillige „Aufpasser“, die in der Lage sind, Caches zu archivieren, also dauerhaft zu löschen. Genau das kann auch passieren, wenn sich der Owner nicht rechtzeitig um die Dose kümmert und die angeforderte Wartung durchführt. Sobald nämlich ein Reviewer eine Frist zur Wartung setzt, gilt der Cache als „angeschossen“, und der Owner muss unbedingt zur Rettung seiner Dose schreiten.

Eigentlich ein ganz normaler Prozess. Wenn etwas mit meinen Caches nicht stimmt, kümmere ich mich als Owner darum: Ich deaktiviere ihn zunächst, sehe nach dem Rechten, ersetze defekte Dosen etc., und logge abschließend „Wartung durchgeführt“.

Wo liegt also das Problem?

  1. Alte Caches: Geocaching gibt es seit dem Jahr 2000. Viele der ersten Cacher sind heute nicht mehr aktiv, einige verstorben. Caches aus den frühen Jahren sind sehr rar geworden und können logischerweise nicht einfach durch neue ersetzt werden. Loggt man bei einem alten Cache „needs maintenance“, könnte er also für immer verschwinden. Caches können zwar von anderen Cachern adoptiert werden, dazu muss der Owner aber zustimmen – und wenn er nicht mehr aktiv ist, wandert der Cache ins Archiv. Deswegen logge ich prinzipiell kein NM bei Caches, die älter als 15 Jahre sind!
  2. Spektakuläre Caches: In den frühen Jahren von Geocaching gab es kaum Vorschriften, was das Legen eines Caches angeht. An vielen der spannendsten Cache-Orte, wie z. B. Lost Places, Kanalrohre, Brücken etc. dürfen heute keine neuen Caches mehr gelegt werden. Der Betreiber, Groundspeak, hat dafür immer strengere Regeln festgelegt. Bereits bestehende Caches sind aber von diesen Regeln ausgenommen. Das bedeutet, wenn ein alter Cache ins Archiv geht, darf er oft nicht von einem identischen neuen Cache ersetzt werden. Deshalb auch hier: Kein NM!
  3. Schwer zugängliche Caches: Besonders schöne Caching-Abenteuer erlebt man z. B. beim Bergwandern. Weit abgelegen von der Zivilisation warten Dosen auf ihre Finder, die sich stundenlang einen Berg hinaufgeschwitzt haben. Gerade hier sollte man als Sucher immer ein wasserdichtes Ersatzdöslein (optimalerweise einen billigen Petling) mit Logbuch mitführen, denn sollte etwas mit dem Cache nicht stimmen (z. B. Plastikdose durch Frost oder Tiere zerstört), kann man gleich für Ersatz sorgen.
    Loggt man stattdessen NM, muss sich der Owner auf den Weg machen – vielleicht bei schlechtem Wetter und mit mehreren hundert Kilometern Anfahrtsweg! Kann man selbst nicht helfen, sollte man sich hier das NM auf jeden Fall verkneifen!
  4. Andere Hinderungsgründe: Der Owner könnte umgezogen sein und muss erst örtliche Cacher zur Adoption seiner Dosen finden; der Cache wurde von Touristen gelegt, die sich selbst nicht kümmern können; die Corona-Pandemie verhindert eine Anreise zur Wartung, etc. etc.
    Oft gibt das Listing oder die Vorlogs Auskunft über Probleme dieser Art.
  5. Nicht gefundene Caches: Es gibt einen klaren Unterschied zwischen „ich habe die Dose nicht gefunden“ und „die Dose ist nicht mehr da“. Als Besitzer mehrerer Multis war ich schon oft mit Ersatzdosen unterwegs, um vermeintlich verschwundene Stages zu ersetzen – nur um dann festzustellen, dass die Dose noch genau da ist, wo ich sie selbst hinterlassen hatte. NM bedeutet „ich bin mir wirklich sicher, dass etwas nicht stimmt“ – und nicht „ich habe den Cache nicht gesehen“.

Was aber sollte man statt „needs maintenance“ loggen?

  • Sollte man gar nichts gefunden haben, loggt man entweder „DNF“ = did not find, nicht gefunden, wenn man wirklich gründlich gesucht hat – also an den richtigen Koordinaten unter Beachtung des Hints, eventueller Spoilerfotos und Vorlogs, auch mal mit den Händen getastet etc. Sollte man nicht ganz so gründlich gesucht haben, passt eine „write note“ besser – denn auch gehäufte DNFs lassen den Cache bei den Reviewern aufploppen!
  • Sollte man eine Dose gefunden haben, bei welcher der Behälter defekt oder das Logbuch zu nass ist, kann man den Cache fotografieren und den Owner um die Erlaubnis zum Fotolog bitten. Gute Cacher legen einfach ein Ersatzlogbuch in die Dose! Ein entsprechender Hinweis im Fundlog reicht völlig aus, um die nächsten Besucher zu informieren.

MGM – eine Alternative zu GSAK

Auf der Suche nach einer kostenlosen Möglichkeit, eine größere Menge Caches für geoleone nachzuloggen, bin ich auf MyGeocachingManager (oder kurz MGM) gestoßen, das mir sehr nützlich erscheint.

Hier eine extrem grobe Anleitung zum Nachloggen von Caches, wie ich es für geoleone immer nach längeren Touren mache:

  • My Finds Pocket Query herunterladen
  • In MGM laden (Datei – GPX-Datei laden – ersetzen)
  • Nach „zuletzt gefunden“ sortieren
  • Unerwünschte Caches markieren und per Rechtsklick entfernen
  • Alle markieren
  • Caches als GPX-Datei exportieren
  • Myfinds in diese XLS-Datei laden
  • XLS in folgendes Format bringen:
  • GC7B86B    2019-06-19    Found it    „Found with … (dein Logtext). TFTC!“ (Tabulatoren als Feldtrenner!)
  • Bereinigte Datei als CSV speichern. Überschriften löschen!
  • In MGM: Geocaching.com → Load field notes → txt-Datei auswählen
  • Log management → copy field notes to log text
  • ACHTUNG: MGM setzt das Funddatum gerne mal falsch ein. Ggf. die Field notes nochmal löschen und via Excel das Datum um einen Tag anpassen!
  • Alle markieren
  • Log management → publish log for selected caches → automatically from existing info → Bestätigen
  • Falls eine Fehlermeldung kommt, im Hauptfenster des Programms nochmal auf den Profilnamen klicken.
  • Wenn das Loggen nur scheinbar klappt, aber auf gc.com keine Logs angezeigt werden, MGM nochmal komplett schließen und neu öffnen; Fieldnotes neu laden und loggen starten, dann sollte es klappen.

Offline-Karten direkt in c:geo nutzen

Bei geringem Datenvolumen, abseits von Handymasten oder auch im Ausland sind Offlinekarten Pflicht. Ich benutze gerne OSMAnd parallel mit c:geo (denn mit OSMAnd kann man sich prima navigieren lassen); manchmal bietet es sich aber auch an, direkt in c:geo eine Karte offline angezeigt zu bekommen, z. B. um einen Überblick über Caches in der Region zu erhalten. Dass dies nicht ganz einfach zu bewerkstelligen ist, musste ich bei einer spontanen Hilfsaktion für Freunde, die auf Kuba Urlaub machten, feststellen. Es gibt zwar eine tolle Anleitung – doch man muss auch wissen, dass c:geo (derzeit) nur das Kartenformat „v3“ versteht. Andere Karten werden nicht erkannt. Also zuerst die passende Karte im v3-Format bei mapsforge herunterladen, und dann nach dieser Anleitung vorgehen. Viel Erfolg!

P.S.: Wer Karten gerne gebündelt herunterlädt, wird hier sicher glücklich: ftp://ftp-stud.hs-esslingen.de/pub/Mirrors/download.mapsforge.org/maps/v3/

Reisen vorbereiten

Auf Reisen sollte man seine Zeit nicht zum Suchen von Listings, sondern zum Finden von Cachedosen verwenden. Etwas Vorarbeit zuhause zahlt sich da immens aus, und Project GC ist wieder einmal dein Freund. Eine Premium-Mitgliedschaft bei PGC ist für einige der folgenden Techniken Voraussetzung:

  • Zunächst einmal in Project GC eine neue Liste im virtuellen GPS anlegen
  • Die besten Caches eines Landes / einer Region hinzufügen:
  • Seltene Cachetypen wie Webcams und Virtuals finden: Im Dashboard eine Wildcardsuche laufen lassen; z. B. „Ireland virt*“ zeigt alle Virtuals in Irland an, leider auch die archivierten. Einfach alle zum virtuellen GPS hinzufügen, dort können die archivierten oder deaktivierten dann wieder herausgefiltert werden.
  • Seltene Versteckmonate hinzufügen
  • Gelöste Mysteries hinzufügen
  • Challenges suchen, vielleicht hat man sie ja erfüllt?
  • Ggf. über die gefilterte Live-Karte Events im Zeitraum heraussuchen
  • Abschließend als GPX-Datei exportieren – viel Spaß beim Cachen im Urlaub!
  • Fast vergessen: Man kann auch Caches entlang einer Route zum Urlaubsort suchen!
  • Und vor Ort lohnt sich der Blick auf noch nicht gefundene Caches, bei denen man der FTF sein könnte.
  • Wer alle Caches eines Landes auf dem GPS dabei haben möchte, sollte sich diese Seite ansehen: PQ-Teiler (PGC-Premiummitgliedschaft nötig!)

Wherigo – Probleme mit dem iPhone

Schon seltsam: Da erfindet Groundspeak mit dem Wherigo eine ganz besondere Art zu cachen. Dazu wird gleich ein Portal, wherigo.com, auf die Beine gestellt. Und dann? Passiert von Groundspeaks Seite eigentlich nichts mehr. Der Wherigo Builder, die Software zum Erstellen der Cartridges, dümpelt seit 2008 (das sind jetzt über 9 Jahre!) im Alpha-Stadium vor sich hin. Ebenso alt ist die Player-Software zum Spielen der Cartridges. Das Betriebssystem? Windows Pocket PC! Da lachen die Hühner, sowas findet man heute nur noch im Museum. Offiziell unterstützt sind heute nur die GPSr-Empfänger Garmin Colorado und Garmin Oregon (die natürlich wesentlich weniger Rechenleistung und Speicher als ein Smartphone haben und auch nicht über mobiles Internet verfügen – ob Wherigos damit wirklich Spaß machen?)

Glücklicherweise haben Dritte das Potential der Wherigo-Caches begriffen und schrieben Software dafür: URWIGO ist ein mächtiges Programm zur Erstellung von Cartridges, mit der App WhereYouGo ist Android in der Lage, WIGOs zu spielen.

Und für das iPhone gibt es die IOS-App Wherigo, nicht von Groundspeak, sondern von einer scheinbar recht kleinen Software-Klitsche namens PiSoft. Und diese App hat eine entscheidende Schwachstelle: Im Gegensatz zu WhereYouGo sind die Zonen nicht als Flächen auf der Landkarte eingezeichnet; lediglich deren Mittelpunkt ist mit einer Stecknadel markiert.
In manchen Wherigos spielen die Zonen eine entscheidende Rolle: Ein „Korridor“ darf nicht verlassen werden, oder ein „Sperrgebiet“ nicht betreten. Mit dem iPhone kann man hier nur hoffen. Zudem stürzt die App nach meiner persönlichen Erfahrung wesentlich häufiger ab, und ein automatisches Zwischenspeichern funktioniert auch nicht ordentlich.

Also: Wenn Wherigo, dann besser Android!

Offline-Karten für Wherigo

Dass man in Gebieten mit schlechtem Handyempfang oder im Ausland besser eine Offline-Karte zum Cachen dabei haben sollte, dürfte nach den ersten schlechten Erfahrungen mit Online-Karten klar geworden sein. Ich empfehle OSMand.

Doch halt – OSMand hilft uns nicht, wenn es um Wherigos geht! Für die App WhereYouGo kann man sich aber ebenso Offline-Dateien herunterladen, und zwar im .MAP-Format. Die gibt es z. B. bei Mapsforge (hier noch ein schneller Mirror-Server in Esslingen).

Wer eine maßgeschneiderte Karte haben möchte, kann sich bei BBBike einen Ausschnitt der OSM-Karte generieren lassen. Als Kartenformat sollte „Mapsforge OSM“ gewählt werden.

T5 – die Königsklasse outdoor

Die Matrix lockt – und damit auch Caches mit einer Terrain-Wertung von 5 Sternen. T5 bedeutet immer, dass die Dose ohne Ausrüstung und / oder Werkzeuge nicht zu bergen ist. Zudem bedeutet T5 immer ein ernstzunehmendes Risiko für Verletzungen oder gar die Möglichkeit, sich dabei umzubringen. In der Regel geht nichts schief, doch die meisten erfahrenen Cacher können viele Geschichten über missglückte T5er erzählen. Man sollte also in jedem Fall die Gefahr sehr ernst nehmen und die eigenen Fähigkeiten nicht überschätzen! Ebenso sollte man niemals alleine losziehen und immer einen Plan B in der Tasche haben. Und es ist keine Schande, einen T5 abzubrechen und statt des „Found“ eine Note zu loggen.

Hier nun ein kurzer Abriss über T5-Möglichkeiten – und man sieht, es ist für fast jeden etwas dabei! Ich erlaube mir hier auch, mein Equipment vorzustellen.

  • Leiter: Hier gehen die Meinungen sehr auseinander; streng genommen ist jeder Cache, bei dem eine Steighilfe nötig ist, ein T5. Das wird in der Praxis aber oft nicht so gehandhabt, was auch in Ordnung ist: Eine Räuberleiter rechtfertigt noch keinen T5. Wenn es aber höher hinaus geht, ist eine Teleskopleiter im Kofferraum Gold wert. Die meisten Cacher arbeiten mit Leitern von etwa 3,80 Metern, welche etwa 10kg wiegen und auch über längere Strecken gut transportiert werden können (etwa 80 Euro).
    Ein Partner, der die Leiter hält, ist quasi Pflicht – oft muss man von der Leiter aus in einen Baum steigen und weiter hochkraxeln, wobei die Leiter sehr leicht kippen kann. Selbst wenn man nicht herunterfällt, sitzt man dann im Baum fest. Peinlich…
  • Lange Wanderungen: Es gibt völlig ungefährliche T5er, die nur aufgrund der Länge der Wanderung das Attribut tragen – in der Regel sind das Multis.
  • Schwimmen: Schon eine Badehose/Badeanzug gilt als Spezialausrüstung, und man findet einige Caches, die nur schwimmend erreichbar sind, z. B. auf kleinen Inseln in Seen. Um diese Caches zu finden, baut man eine Pocket Query mit dem Attribut „Schwimmen“ und Schwierigkeit T5. Achtung, hier werden gerne auch weitere Attribute gesetzt, die man beachten sollte (z. B. Tauchen, Klettern…) und in der Query auch ausschließen kann!
    Beliebt sind auch Schwimm-Events, die z. B. auf Badeinseln stattfinden. Ich finde Schwimmcaches prima, und es sind T5er, die auch Kinder schaffen können. Ein Boot als Begleitschutz bzw. Schwimmhilfen für jüngere Cacher sind sinnvoll und keinesfalls ehrenrührig.
  • Bergwanderungen und Klettersteige: Nichts für Flipflopcacher. Je nach Anforderung des Caches kann z. B. ein Klettergurt notwendig sein. Immer die Listings genauestens beachten. Alpine Erfahrung und/oder entsprechende Begleiter sind Pflicht!
  • Boote: Hier gehen die Anforderungen weit auseinander; es gibt Bootscaches, bei denen man über eine hochseetaugliches Schiff verfügen muss. Auf Binnengewässern und in Küstennähe kommt man jedoch mit Kajaks oder Schlauchbooten gut zurecht. Auch hier hilft eine Pocket Query mit entsprechenden Attributen.
    Beim Boot sollte man nicht das billigste vom Discounter wählen, man muss sich aber auch nicht in den finanziellen Ruin stürzen. Wir haben uns für ein Schlauchkajak entschieden, das als Komplettset gute 100 Euro gekostet hat.
    Je nachdem, wo man unterwegs ist und wie gut man schwimmen kann, sollte man auch noch an Schwimmwesten denken. In einer Foto- oder Anglerweste lassen sich Utensilien wie Stempel, Stifte, Autoschlüssel und Geldbeutel verstauen.
  • Tauchen: In zwei Varianten; zum einen nur mit Tauchermaske und Schnorchel, zum anderen mit der kompletten Ausrüstung (Pressluftflasche etc.). Beides habe ich ausprobiert; Flaschentauchen nur in Begleitung eines erfahrenen Tauchlehrers, Schnorcheln in Begleitung von „normalen“ Cacherfreunden. Hier ergeben sich zusätzliche Probleme wie z. B. Navigation unter Wasser (Multi-Caches), und besonders beim Schnorcheln das Problem, weiter unten mit sehr wenig Zeit auskommen zu müssen. Hier bietet sich an, beim Owner nachzufragen, wie der Cache befestigt ist und was man bei der Bergung beachten sollte. Oft ist das Zurückbringen schwerer als das Holen!
  • Klettern mit Ausrüstung, meist in Bäumen, manchmal am Fels: Neben dem Klettergurt, dem Seil, Bandschlingen und diversen anderen Kleinteilen sind Auf- und Abstiegshilfen Pflicht. Ich habe zwar ein bißchen Erfahrung mit Klettern am Fels, nicht aber im Baum. Wer das angehen möchte, sollte sich bei einem Event jemanden suchen, der sich damit gut auskennt und ordentlich in die Materie einführt. Beim Seilklettern können kleinste Fehler fatal sein. Das notwendige Material wird prinzipiell nicht verliehen und kostet ab ca. 1500,– Euro.
  • Event-T5er: Bei großen Events (Megas, Gigas) sind T5-Dosen oft recht einfach zu holen – der D5/T5 „Schwenker Island“ war wirklich geschenkt.
  • Und schließlich: Challenges! Ein Beispiel: Gleich viele TBs bewegt wie Dosen gefunden (GC57RTF – ein geschenkter T5er).

Was noch erwähnt werden sollte: Je schwieriger ein T5 ist, desto wichtiger ist der Logproof in Form eines Fotos. Vorschreiben darf ein Owner das zwar nicht, es gehört aber zum guten Ton, den optischen Beweis neben dem Logbucheintrag zu liefern.

Ob man als „echter Cacher“ gelten darf, wenn man nur „billige“ T5er wie den Maije-Schwenker (s. o.) nachweisen kann, liegt wie immer im persönlichen Ermessen. Mir hätte das nicht gereicht, um mich mit einer tatsächlich gefüllten Matrix brüsten zu können. Aber wie immer ist es auch hier nur ein Spiel…

Bookmarklisten von Geocaching.com auf c:geo aktuell halten

Für das Cachen draußen ist c:geo optimal, drinnen verlasse ich mich auf Project GC und natürlich die offizielle Seite von geocaching.com mit ihren Bookmarklisten.

Caches, die ich interessant finde, landen bei meinem GC.com-Account auf einer Bookmarkliste. Nun hätte ich die Bookmarks aber gerne immer mit dabei, möglichst aktuell. Und da bin ich auf folgende Lösung gestoßen:

Man generiert wöchentlich eine Pocket Query, die dann über das Handy heruntergeladen und in c:geo importiert werden kann. Voilà!

Caches im großen Stil nachloggen (Teamsplit oder neues Konto)

Für das Nachloggen von Caches im großen Stil gibt es mehrere Gründe, z. B. einen Teamsplit (Trennung) oder ein Kind, das nun schon in der Lage ist, das Spiel selbst zu spielen und seinen eigenen Account bekommt – so war es bei uns. Nachdem unser Sohn bei über 200 Caches dabei war, bevor er sein eigenes Konto bekam, hätte er die auch gerne geloggt. Das ist übrigens nicht unüblich und wird in den meisten Fällen von den Cache-Ownern auch akzeptiert. Aber es ist natürlich viel Arbeit mit copy & paste – das muss doch auch einfacher gehen?

Nach einem langen Nachmittag vor dem Rechner weiß ich jetzt auch, wie. Voraussetzungen sind ein paar Excel-Kenntnisse.

Zunächst einmal sollte man eine Liste der Caches anlegen, bei denen der Junior tatsächlich dabei war. Ich hatte schon über 400 Funde, er hat mich etwa zur Hälfte begleitet. Gut, dass er einen Trackable besitzt, den ich nur dann als „besucht“ geloggt hatte, wenn er dabei war. Klickt man bei Trackables auf „View in Google Earth“, erhält man eine KML-Datei, aus deren Quelltext man mit etwas Gefummel die GC-Codes der besuchten Caches herausfiltern kann. Es gibt sicher auch andere Wege.

Weitere Quellen: Die Pocket Query „My Finds“

Ein Beispiel:

  1. Die Pocket Query „My Finds“ generieren, herunterladen und in GSAK öffnen. Dabei die Owner ID (siehe GC, Profil, Mitgliedschaft / Membership) auf das „alte“ Konto setzen.
  2. Search – Filter – Daten: Date found by me; User Flag Set etc. => die nachzuloggenden Caches heraussuchen; File,  Export, CSV => Datei erstellen.
  3. Neues API-Token anfordern. (??? – work in progress!)

Ist das erledigt, geht es recht flott:

  1. Excel-Tabelle mit folgenden Daten erstellen: GC-Code, Funddatum
    Folgende Überschriften (exakt so, wie sie da stehen!) in die erste Zeile eintragen:
    Code – FoundByMeDate – Found
    In die Spalte „Code“ den GC-Code eintragen, in die nächste das Funddatum, in die Spalte „Found“ kommt in jede Zeile das Wort „true“ (ohne Anführungszeichen).
    Das Funddatum muss folgendermaßen formatiert sein: JJJJMMDD; bei einem Fund am 15.01.2017 also 20170115
    Diese Datei als Text/CSV-Datei speichern.
    So sollte es dann beispielsweise aussehen:

    Code,FoundByMeDate,Found
    
     GC6861N,20160619,true
  2. GSAK herunterladen und installieren
  3. Beim Start nicht die Beispiel-Datenbank laden. Man bekommt also ein leeres Fenster.
  4. Options – Advanced – Language: Deutsch
  5. Zuerst die Verbindung zu Geocaching.com einrichten (Geocaching.com-Zugriff)
  6. Dann die Textdatei mit dem „Öffnen“-Icon laden:
    Datei auswählen
    Haken bei „Standardwerte“ entfernen
    Dateityp „Text“ auswählen
    Update-Optionen für „Gefunden“-Status: Nie (wichtig!)
    Falls noch Caches in der Liste stehen, den Haken bei „Achtung: Alte Daten werden gelöscht“ setzen.
    „OK“
    Am Ende des Imports wird ein Infofenster mit der Anzahl der importierten Caches angezeigt; „OK“.
  7. Jetzt sollte man die Spalte „Mein Funddatum“ anzeigen lassen (Ansicht – Spalten hinzufügen – Haken bei „Mein Funddatum“) und die Daten prüfen.
  8. Nun laden wir die weiteren Informationen zu den Caches:
    Geocaching.com-Zugriff – Geocache-Daten aktualisieren: Bereich „Alle im Filter“; Logs pro Cache kann man auf 0 setzen, die interessieren uns nicht; ebenso reicht das Datenformat „Light“. Hier ist es besonders wichtig, dass der „Gefunden“-Status nicht verändert wird, siehe Einstellung oben!
  9. Nun wird es Zeit zum Loggen: ACHTUNG, wenn die Daten jetzt nicht stimmen, handelst du dir viel Ärger ein! Also besser zweimal prüfen!
    Geocaching.com-Zugriff – Logs veröffentlichen:
    Auf „Abruf“-„Vom Filter“ klicken, um die Caches aus der Liste in die Maske zu übernehmen.
  10. Nun legen wir einen schönen Logtext an, der für alle Logs passen muss! Sind z. B. Caches im Ausland dabei, sollten die entsprechenden Übersetzungen nicht fehlen. Erkläre, warum du diese Caches nachloggst; nenne den Namen des Cachers, der sich ins Logbuch eingetragen hat. Setze in den Profiltext dieses Cachers eine entsprechende Bestätigung, dass der Nachlog in Ordnung ist.
    Button „Vorlagen“, Text eingeben, OK
  11. Alle Caches markieren: Den ersten anklicken, dann ganz nach unten scrollen, Hochstelltaste gedrückt halten und den letzten anklicken.
    Rechtsklick auf die Liste, „Vorlagen erneut anwenden“, Warnmeldung bestätigen.
  12. Jetzt nochmal nachdenken: Passt wirklich, wirklich alles? Dann auf „Alle veröffentlichen“ klicken.
  13. Nun könnten Fehlermeldungen kommen, wenn Event-Caches oder Webcams dabei sind, denn der Logtyp „Found it“ passt hier nicht. Gehe zu den im Fehlertext angegebenen Logzeilen und korrigiere diese Einträge manuell. Sobald alles stimmt, legt GSAK mit dem Loggen los.

Und das war’s – jetzt kannst du auf Geocaching.com überprüfen, wie die Fundzahlen wachsen 🙂 Übrigens kann man auf diese Art sogar als Nicht-Premium-Member Premiumcaches nachloggen.

Dönerstag 2017 – Events im Urlaub finden

In den Schulferien treiben wir uns gerne ein bißchen herum, deshalb sind wir zum Dönerstag 2017 auch nicht zuhause.

Dennoch muss man nicht auf ein Event verzichten: Da Groundspeak genialerweise dieses Jahr ein Souvenir zum Dönerstag anbietet, gibt es in allen Ecken Europas passende Events.

Um diese bequem finden zu können, baut man eine Pocket Query mit folgenden Angaben:

  • Query-Name: Doenerstag17 (oder nach Belieben)
  • Jede Woche generieren lassen (es kommen schließlich immer mehr Events dazu)
  • Typ: Event Cache
  • Entweder: Land/Länder auswählen oder einen Radius um einen bestimmten Punkt angeben
  • „Placed during“ (also Publish-Datum) von – bis 13. April 2017
  • Alle anderen Angaben einfach lassen, wie sie sind.

Und dann viel Spaß und guten Appetit! Trackables und Tokens nicht vergessen! 😉